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echte Augen.blicke

Finalmente a casa.

Das nieselige Nass von Oben macht träge, der Himmel graue Vorhang verkündet mit einer Frische, einer ungewohnten Kühle den Anfang vom Ende des Sommers.

Noch einen Schritt vor die Türe setzen, endlich angekommen oder sich der Feierabend Ruhe hingeben, etwas aufwendiger kochen und gutes Essen genießen?

Die nächste Tram lässt nicht lange auf sich warten, die
richtige verpasst steige ich dennoch ein. Werde etwas weiter laufen müssen, zu erreichen mein Ziel.

Dicke schwere Tropfen hämmern plötzlich gegen der Fenster Scheiben.
Es hilft nichts ich steige aus und werde nass. Schnell nicht allzu eilig setze ich mich in Bewegung, Schutz suchend vor dem Platzregen, der nicht ewig währen wird.

Taschen, Jacken gar, verstecken nasse Köpfe, furchtsam, gereizt, auch neugierig die Blicke die sich unter diesen zeigen. Bunte Regenmäntel heben sich von Gedeckten Anzügen ab, Regenschirme stehen unter den Arkaden, um im Schutz der Mauern nicht nass zu werden und Kinder spielend im Regen Nass begleiten meinen Weg.

Schon finde ich mich in einem Gespräch über Design und Funktionalität und Schönheit verschiedener Assessors verwickelt. Es herrscht ein reges aber keineswegs hektisches Treiben hier im Laden.

Mein Gesprächspartner hat im Gegensatz zu mir das Stück schon längst auserkoren, während ich das selbe suchend noch unschlüssig verschiedenste Ausführungen miteinander vergleiche. Unentschieden verabschiedet er sich unverrichteter Dinge, während ich zu einem greife das mir am besten passt.

Aus der Menschenmenge bewege ich mich ein Geschoß nach oben, dort wo sich Grund und Zweck meines Besuchs befindet.
Es ist unübersichtlich hier. An den Menschen liegt es nicht, die Leute sind gut verteilt. Die Beleuchtung? Licht das bloß die Waren an den Wände zu beleuchten scheint… Von einer kurzen Wartezeit überrascht, noch in Gedanken versunken werde ich auf einmal höflich aufgefordert meinen Wunsch zu äußern.

Ein wenig wach-gerüttelt, meinen Blick aus dem Raum auf die hinter der Kasse stehende Verkäuferin gerichtet, war mir für einen Moment nicht klar, ob ich noch immer träumen würde. Die lächelnden Lippen wiederholen ihre Aufforderung und ich erinnerte mich daran, was mich hergeführt hatte. Ein Angebot war's gewesen, und ich griff verlegen nach meinem Mobiltelefon, um entsprechende eMail aufzurufen.

Davon benötige ich jeweils zwei und… ich versuche meinen Blick vorbei an ihr auf die Wand zu richten, um meinen Einkauf aus dem dort aufgebauten Sortiment zu komplettieren. Vorbei an diesem sonnenverwöhnten Gesicht, dieser natürlichen Bräune, ganz ohne Make-up und …

ich schaue wie gebannt aufs Wasser. Dieses tiefe herrlich dunkle blau und wie sich der Sonnenstrahlen Spiel darauf glitzern wiedergibt. Dieser herrlich hypnotisch, hinreißender Wirkung dieses Funkelns möchte ich mich nicht schon entziehen, bleibe hier für den Moment, bis ein aufgeregtes Vogelgezwitscher mich ablenkt, ein Pärchen zu meiner Linken an der nächsten Kassa sind sich nicht ganz eins - oh verdammt!

Zumindest habe ich scheinbar in Trance nicht aufgehört zu reden, der Stapel vor mir ist schon ein wenig gewachsen und nun muss ich weiter überlegen, was ich mir sonst noch wünsche. Von ihrer Linken bewegt sich einer Ihrer Kollegen hinter ihr vorbei, sein Gesicht wird in dem Moment da er ihr schelmisch, leise etwas zuflüstert, vom Licht getroffen, für einen Moment gut sichtbar. Er verschwindet nach links aus der Szene.

Nicht weniger als ich verlegen, doch stolz, verneint sie die Frage nach farbigen Linsen, beteuernd der Echtheit ihrer Augen. Ich wäre der erste nicht, dem ihre Augen zu einer solchen Frage verleiten würden. Augen, strahlend Blau, wie das eines sommerlich dunklen Nachthimmels auf dem die Sterne wie gesetzte Punkte deutlich zu erkennen, leicht auszumachen sind. Augen, die sich nicht versteckend, trotz des schlechten Lichts im Raum, in seidig, natürlich dunkler Haut gebettet, elysisch leuchten.
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