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Ente gut, alles gut…

edge
Unverhohlen laut die Stille hier, essend, allein betrachtend diese Bank an diesem sonnenverwöhnten Tag mitten in Berlin, da ich da saß, allein. Versuche mir die Vögel in Erinnerung zu rufen, die rechts von mir nicht weit entfernt ein Nest zu haben scheinen. Erinnere mich daran wie ich an dich denke. Es waren andere Gedanken als die die mich gerade beschäftigen.

Und da ist dieser Kanal. Der sich wie ein Fluss mitten durch die Stadt zieht. Unaufhörlich wird ein neuer Moment geschaffen, einer nach dem anderen. Das Wasser strömt grad sacht mit angenehmer Farbe an mir vorbei, was nicht immer sein wird oder war wie Spuren dieses Kanals mir zeigen.

Kann gehen jetzt. Das Wasser aber fließt immer in die selbe Richtung. Es trägt keine Erinnerung mit sich. Und wenn dann nur die des allerletzten Moments. Den es nicht gibt. Mit jedem Buchstaben den ich hier setze verändert sich die Realität. Wer sagt denn, wer weiß denn schon was hier am Ende steht? Ich?

Auf der anderen Seite unten an den Stiegen die mich direkt zum Wasser geführt haben, ist festgebunden ein Quietscherentchen zu finden. Jemand hat sich einen Spaß erlaubt und es dort verankert. Nun schwimmt es dort mit dem Wasser in kurzen Bahnen hin und her. Kurze schmale Striche zieht es hinter sich. Jetzt da die Strömung günstig scheint.

Bis ein unerwartet starker Ruck einer neuen Strömung vielleicht Ursache eines Wetters, oder gar ein Hund, spielend diese Bande reißt. Sowohl für den Betrachter als auch dies gelbe Entchen des sich stetig wiederkehrenden Moments fröhnend, ergibt sich ein sichtbar neuer Moment.

Wie Freud-, auch Schmerzvoll er sein wird, liegt nicht im Ermessen des Betrachters.
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